Die Kampffischfreunde in Berlin 2011

- ein etwas anderer Nachbericht

Vom 28. - 30. Oktober 2011 fand die erste Kampffischshow der Kampffischfreunde in Zusammenarbeit mit den Berliner Freunden vom EAC/AKL im Velodrom in Berlin statt. Die tolle Lokation und ein großer Standplatz im Innenraum lies unsere Herzen höher schlagen.

 Der Aufbau des Standes erfolgte routiniert, obwohl wir Kampffischfreunde nicht so zahlreich vertreten waren wie normalerweise. Aber dank der engagierten Helfer vor Ort, verlief der Aufbau schnell und entspannt.

Nachdem gegen Abend alle Fische eingesetzt und versorgt waren, konnte man einen ersten Blick auf die Schönheiten, die wieder aus vielen europäischen Ländern und auch aus Asien gemeldet worden waren, werfen.

 

 

In der Vorfreude auf das Richten am nächsten Tag verließen wir zufrieden die Halle, um uns abends beim Essen in einem Berliner Lokal ein wenig zu erholen.

Nach einer kurzen Nacht und einem wirklich reichhaltigen gemütlichen Frühstück kamen wir dann am Freitagmorgen voller Tatendrang an unserem Stand an.

Und hier erwartete uns der absolute Gau. Die Fische, die sich am Vortag noch so toll präsentiert hatten, lagen nahezu alle auf der Seite und kämpften ums Überleben. Wir kontrollierten sofort die Elektrik, aber alles im grünen Bereich und anschließend die Wasserwerte, die uns allerdings vom Veranstalter vorher zur Verfügung gestellt worden waren und danach in Ordnung sein mussten. Also wurde ein großes Testset besorgt, und Ja, ein entsprechender Test zeigte dann auch sehr schnell, dass unsere Fische vergiftet waren, da die Kupferwerte sich in einem Bereich jenseits von Gut und Böse befanden. Jetzt hieß es schnell handeln.
Nach einigem Suchen fanden wir eine saubere Wasserzapfstelle, besorgten einen riesigen Wasserbottich und heizten hier das eiskalte Wasser aus dieser Zapfstelle mit vielen Heizreglern, die uns umgehend von der Messeleitung zur Verfügung gestellt worden waren, auf, um unsere Fische so schnell wie möglich in sauberes Wasser umsetzen zu können.

Durch das beherzte Handeln aller am Stand anwesenden Helfer und Züchter und das unermüdliche Wasserwechseln während des ganzen Tages, gelang es uns die Fische zu retten. Ohne dieses tolle Zusammenarbeiten und selbstlose Anpacken von Allen, wäre das sicherlich nicht so erfolgreich gewesen. Dafür möchten wir allen, die dabei waren, hier noch mal ein dickes Dankeschön sagen. Ihr ward einfach Spitze!!

Aufgrund des schlechten Zustandes der Fische war am Freitag natürlich gar nicht daran zu denken, die Fische zu bewerten. Und um sie nicht noch weiterem Stress auszusetzen, haben wir sofort beschlossen keine Bewertungsshow mehr durchzuführen. Das war sicherlich gerade für diejenigen Züchter, die das erste Mal dabei waren, eine harte Entscheidung, aber das Wohl der Tiere hatte natürlich Vorrang.

So präsentierte sich unser Stand am Freitag: schwarz verhängt - unserer Stimmung entsprechend.

Bei Messeschluss am Freitag, nachdem alles doppelt und dreifach kontrolliert worden war, verließen wir erschöpft mit einem mulmigen Gefühl im Magen unseren Stand. Diesen Abend drehten sich die Gespräche beim Essen natürlich hauptsächlich um unsere Fische und ob wie es ihnen ging.

Am Samstagmorgen waren wir natürlich auf das Schlimmste gefasst, aber zu unserer großen Erleichterung standen die meisten Fische wieder in voller Farbe in ihren Boxen und hatten auch angefangen Nester zu bauen. Eine Kontrolle der Werte ergab, dass das Wasser in den Boxen in Ordnung war. Daraufhin wurde bei allen Fischen, die sich noch nicht 100%ig präsentierten erneut ein Wasserwechsel gemacht und diese dann in eine weiterhin abgehängte Region unseres Standes gestellt, um ihnen Ruhe zu geben.

Da die meisten Fische aber absolut wieder fit waren, konnten wir sie den Besuchern präsentieren und sie mit einem entsprechenden Hinweis auch verkaufen. Es war ein großes Interesse der Berliner vorhanden, die viele Fragen hatten und sich gern von uns beraten ließen.

Auf jeden Fall waren wir alle glücklich, dass der tolle Einsatz aller am Freitag dann doch belohnt wurde.

So waren der Samstag und der Sonntag dann für uns auch fast ganz normale Messetage, wo wir uns auf die Beratung der interessierten Besucher konzentrieren konnten. Und auch abends haben wir viele tolle Gespräche gehabt und viel gelacht.

Der Abbau am Sonntag klappte gut, so dass wir uns um 20:30 Uhr erschöpft voneinander verabschieden konnten und jeder sich auf den Heimweg machte.

Diese Show, die leider gar keine war, hat uns aber doch eine Menge gegeben. Denn die Erfahrung, wie ein solches Malheur einander zusammenschweißt, weil man gemeinsam kämpft, ist schon etwas ganz Besonderes. Plötzlich lernt man sich ganz anders kennen, da ja auch alle mit den gleichen Gefühlen dabei waren.

Wir Kampffischfreunde können nur nochmals Danke sagen, Danke, auch im Namen der Fische, an alle die uns in dieser Situation mit soviel Einsatz geholfen haben.

Jetzt schauen wir nach vorn und hoffen darauf wieder viele der alten, aber auch neue Züchter und Interessierte auf unserer nächsten Show begrüßen zu können.

Die Kampffischfreunde

   
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